[„Der Apfelbaum-Dialog“ als pdf]

Vor mir stand ein mächtiger Apfelbaum und er hing voller Früchte. Eine leise Stimme in mir fragte: „Lieber Apfelbaum, welches Naturgesetz musst du beachten, um Äpfel zu produzieren?“

Der Apfelbaum stellte mir eine Gegenfrage: „Was beobachtest du bei mir?“

„Ich sehe deine Blätter wachsen und verwelken. Ich weiß, durch die Photosynthese, dass du Licht, Wasser, Kohlendioxid aufnimmst, um daraus Glukose (Nahrung) und Sauerstoff herzustellen. Aus energiearmen anorganischen Stoffen entstehen mithilfe der Sonnenenergie energiereiche organische Stoffe. Für uns als Menschen besonders wichtig an der Photosynthese: Sie erzeugt ein ‚Abfallprodukt‘, den für uns und andere Lebewesen existenznotwendigen Sauerstoff. Gleichzeitig wird das für uns giftige CO2 abgebaut, da es verbraucht wird. Ein perfektes Gleichgewicht.“

Der Apfelbaum antwortete mir: „Etwas Wichtiges hast du noch nicht beobachtet!“

Nachdenklich fragte ich zurück: „Was habe ich noch nicht erkannt?“

Der Apfelbaum fragte mich: „Was mache ich mit meinen Früchten, esse ich diese selbst?“

Erstaunt und interessiert fragte ich zurück: „Was willst du mir sagen?“

In diesem Moment brachte mir der GEIST GOTTES den Bibeltext aus Johannes 3,27 in Erinnerung:

27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.

Der Geist antwortete: „Ernst, du kennst nicht das ‚Naturgesetz‘, das seit ewigen Zeiten existiert? Nehmen, um zu geben.“ Mürrisch antwortete ich – anscheinend nicht.

Nun führte mich der „GEIST“ zu Johannes 15, 1 – 8

Der wahre Weinstock

1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner.
2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe.
3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.
4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen.
7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.
8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Danach kamen mir nachfolgende Gedanken in den Sinn. Das klingt genauso wie das „Gesetz des Lebens“. Beim Apfelbaum. „Der Geist“ sprach: „Du hast Recht.“

Und dann kam der absolute Höhepunkt des Apfelbaum–Dialogs mit der Frage: Ernst, lebst du als Christ und Adventist nach dem Gesetz des Lebens, von mir zu nehmen, um an andere Menschen weiterzugeben?

Diese Frage machte mich sprachlos und führte mich in den Garten Eden zum Sündenfall. 1. Mose 3, 1–7

1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?
2 Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;
3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!
4 Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben,
5 sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.
6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.
7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

Meine besondere Aufmerksamkeit fiel auf den Vers 5:

5 sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

DER „GEIST“ meldete sich erneut zu Wort mit 2. Korinther 4,4:

4 den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

Der Geist fragte mich weiter: „Ernst, gleicht dein Leben der Beschreibung von Johannes 15, 1–8 oder der Beschreibung von 2. Korinther 4,4?“ Mit dieser Frage ließ er mich alleine zurück und ich hatte viele Fragen. Das „Grundgesetz aller Wesen“ ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Was hat das zu bedeuten? Wenn alle Energie von außerhalb kommt und ich nehmen muss, damit ich geben kann, was hat das zu bedeuten? Es dauerte ziemlich lange, bis ich begriff:

2. Petrus 1, 3–4:

3 Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft.
4 Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt.

„Auf Adlerflügeln getragen“

 

Auf Adlerflügeln getragen
übers brausende Meer der Zeit,
getragen auf Adlerflügeln
bis hinein in die Ewigkeit.
Über Berge und Täler und Gründe,
immer höher zur himmlischen Höh;
denn die Flügel die mich tragen,
die Flügel, auf denen ich steh;

Und unter denselben Flügeln,
wie wunderbar ruhe ich aus!
Da ist meine Zufluchtsstätte,
mein festes, sichres Haus.
Der Feind mag über mir kreisen,
und zielen und spähn wie er will:
die Flügel sind stark die mich decken,
und unter den Flügeln bleibt`s still.

Ja, unter den Flügeln geborgen
und auf den Flügeln bewahrt,
das gibt ein seliges Ruhen,
das gibt eine glückliche Fahrt;
das gibt ein sicheres Wissen
bei wechselnder Pilgerschaft;
denn unter den Flügeln ist Frieden,
und unter den Flügeln ist Kraft.

Anni von Viebahn (Lebenszeit ist uns nicht bekannt))